Gemüseanbau
Warum ist Gemüseanbau wichtig
Der Insektenwelt haben wir viel zu Verdanken. Darunter auch die Bestäubung von Obst und Gemüse. Ein naturverträglicher Gemüseanbau kann daher nicht nur gesunde und hochwertige Lebensmittel erzeugen, sondern auch den bestäubenden Tieren eine wertvolle Nahrungsgrundlage bieten – ein natürliches Perpetuum mobile.
Welche gärtnerischen Vorteile entstehen durch Gemüseanbau
Die Vorteile vom Gemüseanbau im eigenen Garten liegen auf der Hand. Man kann vor Ort die eigenen Lebensmittel anbauen und daher selbst beeinflussen, wie das Gemüse heranwächst. Werden jüngere Generationen in den Prozess eingebunden, kann die Wertschätzung der Lebensmittel und der Umwelt auf praktische Weise nähergebracht werden. Zusätzlich liefert der Gemüseanbau nicht nur Nahrungsmittel, sondern ist im Rahmen des Gärtnerns ein erfüllendes Hobby. Durch die Zeit im Freien und neben der Selbstverwirklichung kann die Gartenarbeit erheblich zum Stressabbau, einer besseren Stimmung und so im Gesamten zur Gesundheit des Menschen beitragen.
Gemüseanbau – so funktioniert’s
- Verzicht auf Pflanzenschutzmittel: Im Sinne der Gesundheit von Mensch und Tier sollte auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet werden. Dadurch kann bis zu 80 % mehr Insektenbiomasse auf einer Fläche vorkommen. Deswegen empfiehlt sich die Verwendung von ökologisch abbaubaren Substanzen wie beispielsweise Brennnessel-Sud oder der mechanische Pflanzenschutz.
- Konservierende Bodenbearbeitung: Der Boden sollte nicht umgegraben werden, da somit das Bodenleben erhalten und gleichzeitig der eigene Aufwand im Garten reduziert wird.
- Mischkulturen: Eine wechselnde Fruchtfolge und die Nutzung positiver Nachbarschaftswirkungen erhöhen den Ertrag. Über folgenden Link gelangen Sie zu einer Tabelle, in der sämtliche Gemüsesorten mit positiven und negativen Nachbarschaftswirkungen aufgeführt sind: Mischkultur – auf gute Nachbarschaft – Gartenzauber
- Verwendung von organischem Dünger: Kompost oder Mist liefert auf natürliche Weise die nötigen Nährstoffe.
- Mulch kann die Verdunstung der darunterliegenden Erdoberfläche herabsetzen und so die Austrocknung des Bodens verringern.
Tipp
Im Sinne des Moorschutzes sollte torffreies Substrat verwendet werden. Überfolgenden Link des BUND Naturschutz erhalten sie detaillierte Informationen und Empfehlungen.
Ihre Ansprechperson
Luis Frank
Landschaftsökologie und Biodiversität, Biosphären-Schutzgebietsbetreuer