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Auftrag und Ziele

Das geht mit der UNESCO-Auszeichnung einher

Im Jahr 1990 wurde der südliche Landkreis, im Jahr 2010 dann der gesamte Landkreis Berchtesgadener Land von der UNESCO als Biosphärenregion ausgezeichnet. Sie umfasst einen repräsentativen Ausschnitt der Nördlichen Kalkalpen samt Vorland und ist das einzige alpine UNESCO-Biosphärenreservat in Deutschland. Weltweit gibt es mehr als 700 UNESCO-Biosphärenreservate. Mit der UNESCO-Anerkennung verbunden ist die Erwartung, dass sich diese Gebiete zu sogenannten „Modellregionen für nachhaltige Entwicklung“ im Sinne der 17 Nachhaltigkeitsziele der im Jahr 2015 verabschiedeten Agenda 2030 der Vereinten Nationen heranbilden. Damit ist gemeint, dass Biosphärenreservate neue Methoden erproben und ganzheitliche Lösungsansätze entwickeln, um den vielfältigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. In der Auszeichnung als Biosphärenregion und der Einrichtung der Biosphären-Verwaltungsstelle, die der Region zur Unterstützung zur Seite gestellt ist, birgt sich für den gesamten Landkreis und für alle, die hier leben und arbeiten, die große Chance Teil von Projekten zu werden, diese mit anzustoßen und so viele Schritte in Richtung einer Modellregion für nachhaltige Entwicklung zu gehen.  

UNESCO-Auszeichnung

Die Biosphärenregion Berchtesgadener Land gehört zum Weltnetz der bedeutendsten Landschaftstypen, die von der UNESCO ausgezeichnet sind. Der Mensch steht dabei als wichtigster Gestalter und Erhalter der Landschaft im Mittelpunkt. Die Grundlage für die Arbeit der Biosphärenregion ist das UNESCO-Programm „Mensch und Biosphäre“, das die einzigartige und artenreiche Landschaft als natürliches und kulturelles Erbe erhalten möchte. Aktuell gilt der Lima-Aktionsplan. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort soll eine Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften entstehen – zum Wohle der jetzigen und der kommenden Generationen und im vollen Bewusstsein der sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung!

Lima-Aktionsplan

Eine wichtige Grundlage für die Arbeit in Biosphärenreservaten bildet das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB), welches sich bereits seit 1970 als erstes globales Programm mit Mensch-Umwelt-Beziehungen beschäftigt. Der 2016 beschlossene Lima-Aktionsplan überführt die Ziele des MAB-Programms in 60 konkrete Maßnahmen, die die einzelnen Biosphärenreservate und das gesamte Biosphären-Weltnetz stärken sollen. Bis zum Jahr 2025 sollen diese Maßnahmen umgesetzt und verstärkt in das Bewusstsein der Menschen gerufen werden. Das MAB-Programm wird regelmäßig unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen weiterentwickelt und stetig fortgeführt.

Wichtigste Maßnahmen

Biosphären-Weltnetz

Auszeichnung von internationalem Rang

Das Weltnetz der Biosphärenreservate geht zurück auf das 1970 von der UNESCO ins Leben gerufene Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB). Ziel war die Ausweisung repräsentativer Landschaften als Modellregionen für die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen, die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sowie für Bildung und Forschung. Zielsetzungen und Aufgaben der Biosphärenreservate sind in den internationalen Leitlinien der UNESCO festgelegt. Gebiete können beantragen, als Biosphärenreservat von der UNESCO anerkannt zu werden, sofern sie bestimmte Kriterien erfüllen. Zwingend vorgegeben ist eine dreigliedrige Zonierung mit abgestufter Nutzungsintensität und unterschiedlichen Funktionen in jedem Biosphärenreservat.

Die Anerkennung durch die UNESCO bringt viele Vorteile mit sich. Hierzu gehören nicht nur die mit der großen Bekanntheit und hohen Glaubwürdigkeit der UNESCO-Auszeichnung verbundenen Chancen für Natur, Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch der erleichterte Zugang zu nationalen und internationalen Förderungen sowie die Möglichkeit des Austauschs mit anderen Regionen im Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate. Weltweit gibt es derzeit 738 Biosphärenreservate in 134 Staaten mit unterschiedlichsten Schwerpunkten. Jedes Land, das sich am MAB-Programm beteiligt, richtet ein Gremium ein, welches als Bindeglied zwischen internationaler und nationaler Ebene fungiert. Es handelt sich in der Regel um ein Nationalkomitee. Der Vorsitz des deutschen Nationalkomitees liegt beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), die Geschäftsführung beim Bundesamt für Naturschutz (BfN). 

SDGs

Ziele für nachhaltige Entwicklung - SDGs

2015 haben 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen 17 Ziele verabschiedet, um eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Diese sollen bis 2030 erreicht werden. Sie sollen weltweit Nachhaltigkeit auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene fördern. Hierdurch soll die Welt gerechter, gesünder und friedlicher gestaltet werden. Sie sind eine wichtige Grundlage für die Arbeit der Biosphären-Verwaltungsstelle. Jede und jeder kann sich für eine nachhaltige Welt einsetzen.

Wir sind Biosphäre

Die UNESCO-Auszeichnung des Landkreises als Biosphärenregion bietet allen Menschen, Institutionen, Organisationen und Unternehmen im Berchtesgadener Land die Chance, an der Gestaltung des Landkreises als Modellregion für nachhaltige Entwicklung mitzuwirken. Gemeinsam mit der Biosphären-Verwaltungsstelle können Projekte und Initiativen ins Leben gerufen und umgesetzt werden. Die Bandbreite der möglichen Themen ist vielfältig und umfasst alle Facetten der Nachhaltigkeit. Seien Sie mit dabei!

Fahne "Wir sind Biosphäre"

Was die Biosphärenreservate heute regional, national und international leisten, ist in jeder Hinsicht beeindruckend: Sie sind die „Kümmerer“, damit die Ziele der nachhaltigen Entwicklung der Agenda 2030 wirklich und praktisch bei den Menschen ankommen. Aus diesem Grund ist die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und die Unterstützung durch die Politik zwingend notwendig.

Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission
Logo Biosphärenregion Berchtesgadener Land

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