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Almschwenden in der Biosphärenregion

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Teilnehmer des Freiwilligencamps am Untersberg helfen beim Schwenden einer Almfläche mit Blick zum Watzmann

Der erste Schnee und dementsprechende Temperaturen konnten die 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Freiwilligencamp in der Biosphärenregion, das von der Biosphären-Verwaltungsstelle mit Unterstützung der Sparkasse Berchtesgadener Land organisiert wurde, nicht demotivieren. Mit großem Engagement haben sie von 18. bis 24. September Landwirtinnen und Landwirte am Zehnkaser auf dem Untersberg beim Almschwenden unterstützt und damit einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt und dem Erhalt der traditionellen Landwirtschaft geleistet.

Erstmals wurde ein Freiwilligencamp am Untersberg durchgeführt. Damit die Weideflächen nicht zuwachsen, müssen sie regelmäßig von Gehölzen, wie z.B. Fichten, befreit werden. Bei dieser sehr aufwändigen Arbeit ist jede Unterstützung willkommen. Das bestätigte auch eine der beteiligten Bäuerinnen, Marianne Schmutzhart: „Dass wir da jetzt durch das Biosphären-Freiwilligencamp Hilfe bekommen haben ist toll. Weil viele Hände machen rasch ein Ende.“

Neben den täglichen Einsätzen auf der Fläche konnten die Teilnehmenden die Region noch ein bisschen besser kennenlernen. Biosphären-Rangerin Katja Girschick bot an einem der Tage Informationen zur Biosphärenregion, der UNESCO-Auszeichnung sowie Einblicke in die Arbeit einer Rangerin. Sie stellte heraus, wie wichtig die Arbeit für den Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft mit hoher Biodiversität im Berchtesgadener Land ist. Thomas, ein Teilnehmer aus Berchtesgaden, war begeistert, dass er sich vor Ort engagieren konnte: „Unsere Firma gibt uns ein paar Tage frei für gemeinnützige Arbeiten und dann kann man ruhig in seiner Heimat etwas tun! Richtig super ist auch, dass die Leute von überall herkommen, aus Aachen, Berlin, Würzburg usw. – einfach toll!“. Eine dieser Teilnehmerinnen war Nora aus Berlin: „Mir hat das sehr gefallen, weil es sehr schön ist hier, das Gemeinschaftsgefühl einfach super ist und es einfach Spaß macht mit Georg [Kronthaler, Biosphären-Ranger] und den Menschen hier am Berg zu arbeiten. Mal was anderes als das Großstadtleben!“

Rundum ein gelungenes Camp mit zufriedenen Teilnehmenden sowie Landwirtinnen und Landwirten, bei dem auch der Spaß neben all der doch harten Arbeit nicht zu kurz kam.

Die Organisation des Freiwilligencamps lag bei der Verwaltungsstelle der Biosphärenregion, ermöglicht durch die Unterstützung der Sparkasse Berchtesgadener Land. „Gerne haben wir als Partner der Biosphärenregion Berchtesgadener Land das Freiwilligencamp 2022 unterstützt, da uns als gemeinwohlzertifizierte und klimapositive Sparkasse die Menschen und der Erhalt unserer wunderschönen Region sehr am Herzen liegen. Getreu unserem Motto: ‚Weil’s um mehr als Geld geht‘“, fasst Theresia Petram von der Sparkasse BGL die Beweggründe zusammen. Die Almbewirtschaftenden stellten für das Biosphären-Freiwilligencamp die Unterkunft zur Verfügung und beteiligten sich auch an der Verpflegung der Teilnehmenden. Die Aktion wurde mit Unterstützung der Bayerischen Staatsforsten durchgeführt.

Gruppenfoto der Mitglieder der AGBR und des MAB-Nationalkomitees bei der Exkursion im Bergsteigerdorf Ramsau – trotz nicht ganz optimaler Wetterbedingungen konnten die Teilnehmenden einen vielfältigen und positiven Eindruck von der Biosphärenregion Berchtesgadener Land gewinnen.

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