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Feierliche Zertifizierungsveranstaltung: Erste Schulen als Nationalpark- und Biosphärenschulen ausgezeichnet

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Gruppenfoto aller Gäste bei der Auszeichnungsveranstaltung der ersten Nationalpark- und Biosphärenschulen

Insgesamt acht Schulen durften am Dienstag ihre Zertifizierungsurkunde und somit die Auszeichnung als „Nationalpark- und Biosphärenschule“ durch Ministerialdirigentin Viola Himmelsbach vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz sowie Dr. Roland Baier, Leiter der Nationalparkverwaltung, und Dr. Peter Loreth, Leiter der Biosphären-Verwaltung, entgegennehmen. Unter den ausgezeichneten Schulen waren die Grundschulen Ramsau und Saaldorf-Surheim, die Mittelschulen Freilassing, Bad Reichenhall sowie Berchtesgaden / Bischofswiesen, das Gymnasium Berchtesgaden und das Rottmayr-Gymnasium Laufen sowie das Staatliche Berufliche Schulzentrum Berchtesgadener Land in Freilassing. Alle Schulen waren mit einer Delegation aus Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften bzw. Rektorinnen oder Rektoren zur Auszeichnungsveranstaltung ins Haus der Berge gekommen, um die Urkunde in Empfang zu nehmen. Zwischen den Festreden boten die Schulen einen Einblick in ihre vielfältigen Aktivitäten, die im Rahmen der Kooperation mit Nationalpark- und Biosphärenverwaltung im Schulalltag durchgeführt wurden. Die informativen und kurzweiligen Präsentationen der Schülerinnen und Schüler stießen bei allen Gästen auf große Begeisterung.

Viola Himmelsbach war es eine Freude, die Urkunden an die acht Schuldelegationen zu übergeben. Sie stellte dabei die regionale aber auch überregionale Bedeutung der beiden Schutzgebiete sowie deren Zusammengehörigkeit in den Vordergrund. „Zudem leisten die beiden Verwaltungen als außerschulische Bildungseinrichtungen – ausgezeichnet mit dem Qualitätssiegel Umweltbildung Bayern – einen wertvollen Beitrag für die Bildung für nachhaltige Entwicklung als auch die Natur- und Wildnisbildung im Berchtesgadener Land. Damit wird nicht nur die Bekanntheit der Schutzgebiete und ihrer Ziele – ‚Natur Natur sein lassen‘ und ‚Wir sind Biosphäre: Mensch und Natur im Einklang‘ – gesteigert, sondern auch die Akzeptanz und Identifikation gefördert.“

Auch Staatsminister Thorsten Glauber war es ein Anliegen, den zertifizierten Schulen per Videobotschaft zu gratulieren, sich bei allen Beteiligten zu bedanken und ein kurzes Resümee zum Projekt „Nationalpark- und Biosphärenschulen“ zu ziehen – inklusive positivem Ausblick: „Seit 2021 läuft unser Pilotprojekt und es ist ein Riesenerfolg. Über 5000 Schülerinnen und Schüler sowie 240 Lehrkräfte haben wir erreicht. Dieser Erfolg muss dringend fortgeführt werden. Deshalb habe ich mich auch persönlich für die Verlängerung eingesetzt und kann heute sagen: Es gibt knapp 900.000 Euro für die Fortsetzung bis 2027. So stärken wir auch weiterhin die Verbundenheit der Schülerinnen und Schüler mit der Natur und der Heimat – eine bessere Investition in die Zukunft gibt es nicht.“

„Dass gemeinsame Nationalpark- und Biosphärenschulen ausgezeichnet werden, ist eine deutschlandweite Premiere“ betont Dr. Roland Baier die Besonderheit dieser Zertifizierung. Dr. Peter Loreth ergänzt: „Damit zeigt sich auch die enge Partnerschaft und Verknüpfung zwischen Biosphärenregion und Nationalpark und die gewünschte enge Kooperation zwischen den Verwaltungsstellen sowie mit den Schulen im Landkreis.“

Die acht Schulen haben in den letzten zweieinhalb Jahren auf dem Weg zur Nationalpark- und Biosphärenschule großes Engagement gezeigt und bereits zahlreiche Unterrichtseinheiten sowie Nachhaltigkeitsmaßnahmen durchgeführt. Ob es das Projekt der „Kräuter Kids“ ist, die Umsetzung eines Schutzgebietstags, spannende Projekte zu Themen wie Wasser, Müllentsorgung oder verschiedenen Natur- und Kulturlandschaftselementen, die spielerische Herangehensweise was eigentlich Nationalpark und Biosphärenregion genau sind, die Organisation von Kleidertauschbörsen oder Exkursionen ins Ainringer Moor und ins Wimbachtal oder die Beheimatung eines Bienenvolkes, … die Vielfalt ist groß! „Auf diesem Weg kann das Ziel des Projekts, Natur und Landschaft besser zu verstehen und wertzuschätzen sowie handlungsfähig in Bezug auf umweltverträgliches Verhalten zu sein, gut erreicht werden. Die mit der Auszeichnung nun zu beachtenden Regularien sind durchaus anspruchsvoll, aber sie unterstreichen damit die Bereitschaft aller Seiten, etwas bewirken zu wollen.“ stellt Regierungspräsident Dr. Schober heraus. Ein Ziel des Projekts ist es auch, einen Beitrag dafür zu leisten, dass das Berchtesgadener Land weiterhin zukunftsfähig und lebenswert bleibt. Landrat Bernhard Kern stellt außerdem die mit dem Projekt verknüpfte Vernetzung innerhalb der Region – zwischen Institutionen, mit Schulen aber auch zwischen den Schulen selbst – positiv in den Vordergrund. „Ein Blick über den eigenen Schulalltag und die Schulumgebung hinaus stärkt das Gemeinschaftsgefühl im Berchtesgadener Land und ermöglicht das Kennenlernen anderer Teile der Region. Wir sind dankbar für die Unterstützung durch das Umweltministerium sowie die Regierung von Oberbayern und freuen uns, dass wir mit den Nationalpark- und Biosphärenschulen-Auszeichnungen Synergien nutzen und Bewusstseinsbildung betreiben können – ein schönes Alleinstellungsmerkmal für unsere Region!“

Nach dem offiziellen Teil der Zertifizierungsveranstaltung, die von Schülern des Gymnasiums Berchtesgaden musikalisch begleitet wurde, konnten sich die Gäste noch am Markt der Möglichkeiten über aktuelle Projekte der Schulen informieren und sich bei einem regionalen Buffet der Bäuerinnen im Berchtesgadener Land und Biosphären-Säften der Kelterei Greimel stärken und weiter austauschen.

Gruppenfoto der Mitglieder der AGBR und des MAB-Nationalkomitees bei der Exkursion im Bergsteigerdorf Ramsau – trotz nicht ganz optimaler Wetterbedingungen konnten die Teilnehmenden einen vielfältigen und positiven Eindruck von der Biosphärenregion Berchtesgadener Land gewinnen.

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