Artenreiches Einzel- oder Feldgehölz
Warum sind Einzel- und Feldgehölze wichtig?
Unter Einzel- und Feldgehölzen versteht man kleine, flächige Bestände von Bäumen und Sträuchern, die als grüne Ankerpunkte in offenen Agrarlandschaften und in urbanen Randbereichen fungieren. Sie bestehen aus heimischen Gehölzen unterschiedlicher Größe und kommen in der freien Landschaft oft von selber auf, wenn man sie lässt. Sie sind schützende Nischen für zahlreiche Tiere, verbinden größere Waldgebiete und tragen zur örtlichen Biotopvielfalt bei.
Welche gärtnerischen Vorteile entstehen durch Einzel- und Feldgehölze?
Einzel- und Feldgehölze erhöhen die Vielfalt an Nektar-, Pollen- und Samenquellen für bestäubende Insekten und verbessern die ökologische Stabilität des lokalen Umfelds. Sie wirken als Wind- und Lärmschutz und verbessern das Mikroklima in der Umgebung. Zudem tragen sie zur Bodenfruchtbarkeit bei, indem sie den Humusaufbau fördern und Erosion verlangsamen.
Anlage eines Einzel- oder Feldgehölzes – so funktioniert’s
- Standortwahl: Die meisten Gehölze bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte. Das Etikett der Pflanzen gibt darüber genauere Auskunft.
- Größe: Ein Feldgehölz sollte mindestens 50 m² groß sein, um als förderfähiges Landschaftselement zu gelten und seine ökologischen Funktionen erfüllen zu können. Es empfiehlt sich eine Breite von 5-10 m.
- Pflanzenauswahl: Ideal sind Mischungen aus heimischen Laub- und Nadelgehölzen mit unterschiedlichen Wuchsformen, wobei gezielt auf Blüten- und Fruchtquellen (z.B. Holunder oder Schlehe) geachtet werden sollte. Je höher die Anzahl unterschiedlicher Pflanzen, desto höher ist der Mehrwert für die Biodiversität.
- Pflanzzeitpunkt: Frühjahr und Herbst sind ideal für die Pflanzung.
Ihre Ansprechperson
Luis Frank
Landschaftsökologie und Biodiversität, Biosphären-Schutzgebietsbetreuer