Weidefleisch aus dem Berchtesgadener Land
Bewusster Fleischgenuss beginnt auf der Weide
Die traditionelle Weidehaltung prägt das Berchtesgadener Land und hat über Jahrhunderte hinweg eine einmalige Kulturlandschaft geschaffen, die bekannt ist für ihren Artenreichtum. Nicht umsonst trägt die Region die Auszeichnung „Biosphärenregion Berchtesgadener Land“. Und was für Mensch und Umwelt vor allem eine nachhaltige und naturschonende Wirtschaftsweise ist, bedeutet für die Nutztiere in Weidehaltung vor allem Eines: eine wesensgerechte und natürliche Haltungsform, die ein hohes Maß an Tierwohl und Tiergesundheit fördert. Das überträgt sich auch auf die Fleischqualität – Weide schmeckt!
Auswählen und bestellen
Überzeugen Sie sich selbst. Wählen Sie Ihr Weidefleisch-Angebot aus dem Berchtesgadener Land – egal ob vom Rind, Schaf oder der Ziege: Einfach über Produktkategorie und Produktart eine Vorauswahl treffen. Oder direkt einen Betrieb aus der folgenden Übersicht auswählen und die Weidefleisch-Angebote entdecken.
Begrenzt und zeitlich nicht immer verfügbar finden Sie hier auch ein Geflügel-, Schweine- und Gehegewild-Angebot aus Freilandhaltung.
Die Bestellung erfolgt direkt beim landwirtschaftlichen Betrieb per E-Mail oder telefonisch. Ihre Bestellung holen Sie sich beim Betrieb Ihrer Wahl ab. Nutzen Sie die Gelegenheit – kommen Sie mit den Bäuerinnen und Bauern ins Gespräch und überzeugen Sie sich selbst von den vielen Vorteilen der Weidehaltung und dem Einkauf direkt beim landwirtschaftlichen Betrieb.
Michaela & Ludwig Streitwieser
Garantierte Herkunft aus der Biosphärenregion
- Geburt, Aufzucht und Schlachtung von Rindern, Schafen, Ziegen und Gehegewild im Berchtesgadener Land
- Grünlandbasierte, GVO-freie Fütterung mit Futter zu mind. 80 % aus dem Berchtesgadener Land mit möglichst hohem Eigenproduktionsanteil; zugekaufte Eiweißkomponenten dürfen nicht aus ökologisch gefährdeten Regionen stammen
- Weidegang in der Vegetationsperiode, wann immer Boden, Wetter und Tierzustand es zulassen, mindestens 120 Weidetage pro Jahr
- Teilnahme an der Tierwohl-Sommerweidehaltung Maßnahme T10 (Weideprämie Rind)
Darum Weide
Wertvoller Lebensraum und wichtiger Kohlenstoffdioxid-Speicher
Die Weidehaltung hat viele Vorteile für Tier, Natur und Mensch. Sie trägt zum Artenschutz bei, indem sie Lebensräume für eine Vielzahl von Pflanzen, Kräutern, Insekten und anderen Kleinstlebewesen schafft. Und sie fördert das Tierwohl, denn die Tiere können auf der Weide ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben.
Zudem spielt die Weidehaltung eine wichtige Rolle beim Erhalt der Kulturlandschaft – nicht nur in der Biosphärenregion. Weidetiere helfen, wertvolle Almflächen vor Verbuschung zu schützen, was zur Erhaltung der Landschaft beiträgt. Darüber hinaus sind Grünlandflächen wahre CO2-Speicher-Wunder: Ein Hektar Weide kann ca. 200 Tonnen organischen Kohlenstoff binden – das ist vergleichbar mit der Speicherkapazität von Wäldern. Das macht Grünland zur Bodennutzungsart mit dem höchsten Kohlenstoffspeichervermögen.
Die Weidehaltung hat auch positive Auswirkungen auf die Nahrungsmittelqualität. Weiderindfleisch enthält beispielsweise bis zu fünfmal mehr Omega-3-Fettsäuren im Vergleich zu Rindfleisch von Tieren, die mit Maissilage und Kraftfutter gefüttert werden. Zudem können die Hinterlassenschaften der Tiere auf der Weide die Artenvielfalt fördern – ein Kuhfladen bietet Lebensraum für bis zu 1000 Insekten und anderen Kleinstlebewesen. Tiere, die auf der Weide grasen, verwandeln nicht essbares Gras in wertvolle Lebensmittel wie Milch und Fleisch, wodurch sie keine Konkurrenz um Nahrungsmittel für den Menschen darstellen.
Der Kauf von Weidefleisch aus der Biosphärenregion Berchtesgadener Land stärkt regionale Wertschöpfungsketten. Diese leisten einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung kleinbäuerlicher Strukturen und des traditionellen Metzgerhandwerks mit den drei Schlachthöfen in Laufen, Marzoll und Berchtesgaden.
Der Einkauf direkt bei den bäuerlichen Familienbetrieben, aber auch in den Metzgereien mit Weidefleisch-Angebot, schafft Wertschätzung, Transparenz und ermöglicht eine faire Bezahlung für Landwirte und Metzger. Zudem sorgen handwerkliche Zerlegung und die richtige Reifung für eine erstklassige Fleischqualität und einen hochwertigen Genuss.
Darf’s ein bisschen mehr Biosphäre sein?
Weidefleisch aus der Biosphärenregion Berchtesgadener Land stammt aus konventioneller oder biologischer Erzeugung. Beide Qualitätsstufen können auch als Biosphären-Weidefleisch mit dem Biosphären-Produkt-Zeichen ausgelobt werden. Damit ist zusätzlich garantiert, dass der anbietende Betrieb u.a. an spezifischen Maßnahmen aus dem bayerischen Kulturlandschaftsprogramm und dem bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm teilnimmt.
Schlachthöfe in der Biosphärenregion Berchtesgadener Land
Die drei Schlachthöfe in der Biosphärenregion Berchtesgadener Land sind elementar für die direktvermarktenden Betriebe. Sie garantieren eine möglichst stressarme Schlachtung und einen achtsamen Umgang mit den Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen. Es fallen nur kurze Transportwege von maximal um die 25 km an. Die Tiere werden meist von den Landwirtinnen und Landwirten selbst transportiert. Vor Ort in den Schlachthöfen sind kleine, überschaubare Strukturen Standard. So kann ganz ohne den Zeitdruck einer industriellen Schlachtung gearbeitet werden: Die Metzger haben ausreichend Zeit, auf jedes Tier einzeln einzugehen und eine sichere Betäubung mit sofortiger schmerzfreien Tötung durchzuführen. Als Zusatzleistung bieten die Schlachthöfe auch eine Grob- und Feinzerlegung sowie ein Verpacken der Fleischteile an.
Eine Besonderheit ist der mobile Schlachtanhänger, der von der Erzeugergemeinschaft (EG) Schlachtvieh Traunstein angeschafft wurde und in Kooperation mit dem Schlachthof Laufen betrieben wird. Er ermöglicht ein Schlachten der Tiere direkt am Hof in ihrer gewohnten Umgebung. Dabei erfolgt die Betäubung und Tötung immer unter Beisein eines Tierarztes. Der Schlachtkörper wird dann aus hygienischen Gründen zur weiteren Verarbeitung mit dem Anhänger zum Schlachthof Laufen transportiert.
Weitere Informationen
Das Projekt „Weidelandschaften im Surtal“ der Verwaltungsstelle der Biosphärenregion Berchtesgadener Land bietet neben interessanten Infos rund um das Projekt weiterführende Verlinkungen zum Thema Weidehaltung.
Die bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) unterstützt mit dem Projekt „Weideland Bayern“ biologische Betriebe bei der Umsetzung der Weidepflicht und fördert zudem die konventionelle Weidehaltung.
Ihre Ansprechperson
Klaus Bauer
Biosphären-Produkte




