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Bauernhoferlebnis in Teisendorf – Glückliche Hühner und ihre Eier

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Teilnehmer der Bauernhofexkursion bei der Erkundung des Hühnergeheges

Das Katholische Bildungswerk und die Verwaltungsstelle der Biosphärenregion Berchtesgadener Land luden am 03. Juni zu einer Hofführung bei den Hofhammers in Teisendorf ein.

38 Großeltern, Eltern und Kinder tauchten ein in die Welt der Hühner. Mit großem Gegacker der ca. 2.000 Hühner wurden die neugierigen Gäste auf dem Hühnerhof begrüßt. Evi und Michael Hof-hammer schilderten, dass es ihnen wichtig sei, den Hühnern ein gutes Leben zu ermöglichen. So sind in ihrem Stall, der Platz für ca. 3.000 Hennen hat, etwa 2.000 untergebracht. Viel Platz drinnen und draußen, Schatten, frisches Grünfutter und Futter aus der Region, gutes Wasser –  darauf achten Michael und Evi Hofhammer. Sie setzen auf regionale Produktion und Vermarktung: Neben dem Futter aus der Region, kommen auch die Abnehmerinnen und Abnehmer ausschließlich aus der Umgebung – selbst der Hühnermist wird zu einer nahen gelegenen Biogasanlage gefahren.

Groß und Klein halfen bei der Eiersuche, verpflegten die Tiere mit Grünfutter und halfen bei der Eiersortierung. Evi Hofhammer berichtete, dass die Hühner gern ihre Eier in Gesellschaft legen und dies dann mit einem durchdringenden Ruf kundtun. Dabei ähnelt kein Ei dem anderen, und doch schafft es die Sortiermaschine, die Eier nach Gewicht zu ordnen. Besonders spannend waren die Eier der Grünleger, deren Eierfarbe grün ist. Natürlich wurde auch die Frage geklärt, ob braune Hühner nur braune und weiße Hühner nur weiße Eier legen. Michael und Evi zeigten auf, dass die Farbe des Eies nicht vom Gefieder abhängt, sondern von der Farbe der Ohrscheibe (das ist ein Hautlappen unter dem Ohr des Huhns). Hühner mit einer weißen Ohrscheibe legen weiße Eier und Hühner mit einer dunklen Ohrscheibe braune Eier.

Die jungen Hühner lernen zu Beginn mit Unterstützung von Evi und Michael, wo sie ihre Eier ablegen. Legt ein Huhn ein Ei an einen Ort, der dafür nicht geeignet ist, nehmen sie das Ei und platzieren es in dem dafür vorgesehenen Legenest, wo das Ei von Spelzen umgeben sauber und unbeschadet bleibt. Gockel gibt es bei den Hofhammers nicht – so wird verhindert, dass es zu bebrüteten Eiern kommt. Durch die natürliche Rangordnung unter den Hühnern legt eine Henne fleißig bis zu 300 Eier im Jahr.

Auch wertvolle Tipps zur Lagerung bekamen die Teilnehmenden noch mit auf den Weg: Dunkel und gleichmäßig temperiert sei am sinnvollsten. Das muss nicht der Kühlschrank sein – gerade im Sommer können zu hohe Temperaturschwankungen kontraproduktiv sein. Sie treten z.B. auf, wenn die Eier erst im Kühlschrank, dann wieder außerhalb aufbewahrt werden. Apropos Aufbewahren: Am besten werden die Eier mit der runden Seite nach oben gelagert, dann bleibt auch die Luftblase im Ei schön oben.

Als Dankeschön gab es zum Abschluss frische Grünleger-Eier für das sonntägliche Frühstück und auch der Hofladen lud noch zum Stöbern ein. Dort sind neben den Eiern z.B. auch selbst hergestellte Nudeln, Marmeladen, Sirupe und weitere regionale oder fair gehandelte Produkte zu finden.

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