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Präsentation von ersten Ergebnissen im Forschungsprojekt „Green Care – Natur und psychische Gesundheit“

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Frau meditiert am Bachbett

Erste vorläufige Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie zum Biosphären-Projekt Green Care deuten darauf hin, dass sich bewusste, angeleitete Naturerfahrungen positiv auf die psychische Gesundheit auswirken und gezielt zu präventiven sowie kurativen Zwecken eingesetzt werden können. Seit vier Jahren forschen die UNESCO Biosphärenregion Berchtesgadener Land, Außenstelle der Regierung von Oberbayern, und das UNESCO Biosphärenreservat Rhön, bayerischer Teil, Außenstelle der Regierung von Unterfranken, zu der Wirkung bestimmter Achtsamkeits- und Entspannungsübungen in der Natur, um Patientinnen und Patienten mit Depressionen Linderung zu verschaffen und im präventiven Bereich zur Stressreduktion und Burnout-Prophylaxe in der Allgemeinbevölkerung beizutragen. Gleichzeitig wird untersucht, ob die Teilnahme an den Angeboten die emotionale Bindung zur Natur fördert und dadurch die Bereitschaft zu naturschützendem Verhalten positiv beeinflusst. Hierfür haben die beiden Projektmitarbeiterinnen Meike Krebs-Fehrmann und Katharina Thümer Gruppen mit Patientinnen und Patienten in der Natur angeleitet. Dabei kamen Übungen zur Sinneswahrnehmung, unterschiedliche Meditationsarten und Yoga, aber auch Tierspurenlesen und das intensive Beschäftigen mit bestimmten Pflanzen zum Einsatz.
Kooperationspartner sind die Klinik Alpenland in Bad Reichenhall mit Chefarzt Dr. Florian Katzlberger (Psychosomatik) und die HESCURO Klinik Bad Bocklet mit Chefarzt Arpad Grec (Psychosomatik). Im Berchtesgadener Land wurde über den klinischen Bereich hinaus auch in der Allgemeinbevölkerung geforscht. Mit großer Spannung wurden die ersten Ergebnisse der Studie erwartet, die das Evaluationsteam von Prof. Dr. Elisabeth Kals, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Professur für Sozial- und Organisationspsychologie, dem projektbegleitenden Expertengremium vorgestellt hat. Die vorläufigen Ergebnisse der Studie deuten auf einen positiven Effekt der entwickelten Angebote hin. Das überregionale Gremium hat die Projektmitarbeiterinnen über die letzten vier Jahre hinweg fachlich beraten und jährlich getagt. Dazu gehören neben Vertreterinnen und Vertretern der Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Verbraucherschutz sowie Gesundheit und Pflege auch Bereichsleitungen der Regierung von Oberbayern, Abgesandte der Bayerischen Psychotherapeutenkammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, Vertreterinnen und Vertreter der Kurortmedizin, sowie Mitarbeitende aus dem Wissenschaftsbereich anderer Universitäten und regionale Akteurinnen und Akteure aus dem Gesundheitsbereich – sowie die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und der Biosphärenregion Berchtesgadener Land.

Endgültige Ergebnisse sind dem Abschlussbericht der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt vorbehalten, der Ende März 2023 erwartet wird. Finanziert wird das Projekt durch die Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Verbraucherschutz sowie Gesundheit und Pflege. In der noch verbleibenden Projektlaufzeit werden die Projektmitarbeiterinnen u.a. eine Broschüre erstellen, um die Übungen und die Ergebnisse der Studie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Für Rückfragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an die Projektmitarbeiterinnen: Meike Krebs-Fehrmann, UNESCO Biosphärenregion Berchtesgadener Land, meike.krebs-fehrmann@reg-ob.bayern.de oder Katharina Thümer, UNESCO Biosphärenreservat Rhön, Katharina.Thuemer@reg-ufr.bayern.de.

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