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Regionale Wertschöpfung und Sortenerhalt: Alte Getreidesorten im Biosphären-Getreidegarten und auf Bio-Betrieben ausgesät

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Traktor beim Aussäen von Getreide auf dem Acker

Bereits zum sechsten Mal in Folge durften alte, regionale Getreidesorten den Weg in den Biosphären-Getreidegarten in Saaldorf-Surheim finden. Nach der Erst-Aussaat von 16 alten Winter- und Sommergetreidearten 2018/2019 konnten über die Jahre verschiedenste alte Sorten im Getreidegarten wachsen und vermehrt werden. In diesem Jahr steht die Auswahl der alten Getreidesorten ganz im Fokus der Vielfalt von alten Sorten und dem Vergleich zu gezüchteten, heute auf dem Markt erhältlichen Bio-Sorten. Um die Unterschiede hautnah erleben zu können, wurden in diesem Jahr Wege durch die sechs Parzellen im Getreidegarten angelegt. Künftig werden Schilder zu den Sorten Niederreiter Roggen, Laufener Landweizen, Steiners Roter Tiroler Dinkel, Emmer aus Weihenstephan sowie dem heute gängigen Bio-Weizen und zur Bio-Braugerste informieren. Im nächsten Jahr bietet die Biosphären-Verwaltungsstelle außerdem eine Veranstaltung rund um den Biosphären-Getreidegarten an.

Im Berchtesgadener Land werden aber nicht nur im Getreidegarten, sondern auch auf mehreren Bio-Betrieben alte Getreidesorten angebaut. So wachsen dort u.a. der Berchtesgadener Vogel, der Laufener Landweizen und der Steiners Rote Tiroler Dinkel. Um diese Sorte langfristig zu erhalten, ist eine Weiterverarbeitung und der anschließende Absatz ein wichtiger Teil der Wertschöpfung für die Region. Und zu diesem Erhalt leisten neben landwirtschaftlichen Betrieben verschiedene Verarbeiter einen großen Beitrag. So entstehen aus den alten Getreidesorten wertvolle Biosphären-Produkte: Der Bio-Alpenkorn der Enzianbrenner Grassl aus dem Berchtesgadener Vogel, die Hoamat Biere der Privatbrauerei M.C. Wieninger mit regionaler Bio-Braugerste und dem Laufener Landweizen sowie die Berchtesgadener Land Brote aus dem Steiners Roten Tiroler Dinkel von der Wolfgruber Brotkultur und aus dem Laufener Landweizen von sieben Bäckereien im Landkreis (Bäckerei Böcklmühle, Bischofswiesen; Backhandwerkerei Ernst, Berchtesgaden; Bäckerei Hartl / Peppi Lechner, Laufen; Die Bäcker-Brüder, Bischofswiesen; Brothaus, Marktbäcker Neumeier, Teisendorf; Bäckerei Stefan Neumeier, Anger und Bäckerei Café Wahlich, Saaldorf-Surheim).

Im alpinen Bereich wird heute kein Getreide mehr angebaut, es gibt aber kleinere private Initiativen, die sich für den Erhalt einsetzen: So baut etwa Familie Grassl auf dem Brochenberglehen in Berchtesgaden nach einer erfolgreichen Ernte den Berchtesgadener Vogel in diesem Jahr erneut auf einem kleinen Versuchsfeld auf rund 530 Metern Höhe an.

Haben Sie Interesse an alten Getreidesorten aus dem Berchtesgadener Land bzw. wissen Sie mehr dazu? Dann freuen wir uns über Ihre Rückmeldung an Karin Heinrich (Email: karin.heinrich@reg-ob.bayern.de oder Tel: 08654 3094616).

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